Neben klassischen Love Scammern taucht aktuell vermehrt eine zweite Betrugswelle auf: sogenannte „Rescammer“. Diese geben sich als Helfer aus, die angeblich Betrüger aufspüren, Fake-Profile löschen oder verlorenes Geld zurückholen können.
Sie zielen gezielt auf bereits betroffene Opfer ab – also Menschen, die schon emotional oder finanziell geschädigt wurden.
Die Profile wirken auf den ersten Blick „seriös“ oder sogar unterstützend:
Dazu kommen emotionale Kurzvideos oder Posts:
Fragen wie: „Wurden Sie schon einmal betrogen?“
Aussagen über Vertrauensverlust und Schmerz
scheinbar empathische Inhalte („Wir helfen Ihnen!“)
1. Zielgruppe identifizieren
Opfer von Romance Scams oder Online-Betrug
Menschen, die verzweifelt ihr Geld zurück wollen
2. Vertrauen aufbauen
Freundliche Ansprache („Wir verstehen Ihren Schmerz“)
angebliche Erfolgsstories („Wir haben schon vielen geholfen“)
oft viele Likes/Views → wirkt glaubwürdig
3. Lösung anbieten
„Wir können den Täter finden“
„Wir holen Ihr Geld zurück“
„Wir arbeiten mit internationalen Behörden“
4. Der eigentliche Betrug
Vorauszahlungen („Bearbeitungsgebühr“, „Tracking-Kosten“)
Forderung sensibler Daten
immer neue Gebühren → kein Ergebnis
Opfer sind emotional angeschlagen → leichter manipulierbar
Hoffnung auf „Gerechtigkeit“ wird ausgenutzt
Scham verhindert oft, dass Betroffene erneut Hilfe suchen
Täter wirken nicht wie Betrüger, sondern wie „Retter“
Wenn jemand…
-garantiert, verlorenes Geld zurückzuholen
-dich über WhatsApp oder Telegram kontaktiert
-Vorauszahlungen verlangt
-sich als „Hacker“, „Ermittler“ oder „Recovery Agent“ ausgibt
-keine nachweisbare offizielle Organisation ist
Rescammer sind die „zweite Welle“ des Betrugs. Sie nutzen gezielt die Verzweiflung von Opfern aus und tarnen sich als Helfer. Die Inhalte wirken emotional, professionell und glaubwürdig – doch dahinter steckt dieselbe kriminelle Absicht: Geld erbeuten.